Diana Bluhm steht am Fluss und hat die Augen geschlossen

Sichtbarkeit hat nichts mit Lautsein zu tun

Laute Menschen werden oft schneller gesehen. Das heißt aber nicht, dass Lautsein die Voraussetzung für Sichtbarkeit ist. Es ist eine Möglichkeit, aber nicht die einzige.

Viele Selbstständige spüren einen Konflikt zwischen dem Wunsch, sichtbar zu sein, und dem Gefühl, sich dafür verändern zu müssen. Dabei hat Sichtbarkeit weniger mit Lautstärke zu tun als mit Klarheit.

Warum Sichtbarkeit und Lautsein oft gleichgesetzt wird

Im Social Media Kosmos scheint es oft so, als würden diejenigen, die viel posten, auffällig sind oder ein schnelles Tempo vorgeben, erfolgreich sein. Zum Teil liegt das am Algorithmus, zum Teil auch daran, dass wir nur eine Seite sehen und nicht, wie es tatsächlich um den Erfolg dahinter steht.

Daraus baut sich oft der Druck auf, mithalten zu wollen. Manche Selbstständige verlieren sich in diesem Gedanken und versuchen lauter zu sein und mehr zu geben, als es sich für sie richtig anfühlt. Und vielleicht auch, als langfristig machbar ist. 

Der Druck ist nachvollziehbar, allerdings erzählt er nur die halbe Wahrheit. Denn Lautsein ist nicht die einzige Möglichkeit, um gesehen zu werden.

Der Unterschied zwischen Lautsein und Sichtbarkeit

Lautsein sorgt für Aufmerksamkeit. Das bedeutet nicht, dass laute Menschen automatisch viel verkaufen. Denn Vertrauen entsteht nicht durch Aufmerksamkeit.

Bei deiner Sichtbarkeit sollte es vielmehr darum gehen, dass du klar in deiner Kommunikation bist und deine Zielgruppe versteht, wofür du stehst. Und hier schlägt die Klarheit das Lautsein. 

Viel Reichweite zu haben ist keine Garantie dafür, dass Menschen deine Dienstleistung oder Produkte kaufen. Vielleicht wollen sie einfach von der lauten Art unterhalten werden. Nutzt du diese Reichweite jedoch mit einer klaren Kommunikationsstrategie, die zeigt, warum es für deine potenzielle Kundschaft Sinn ergibt, dir zu vertrauen, kannst du sie gewinnbringend einsetzen.

Das heißt nicht, dass Lautsein schlecht ist. Nur, dass auch leise, aber klare und beständige Kommunikation genauso gut funktionieren kann.

Warum Klarheit wichtiger ist als Lautstärke

Ob laut oder leise: In deiner Kommunikation sollten sich folgende Botschaften wie ein roter Faden klar durchziehen:

  • wofür du stehst
  • für wen dein Angebot geeignet ist
  • welches Problem du löst

Werden diese Aspekte wiederholt deutlich, kann deine Zielgruppe dich klarer einordnen und Vertrauen aufbauen. Deine Klarheit kannst du in deiner Sprache, in Wiederholungen und in deiner Haltung zeigen.

Sichtbarkeit darf leise, konsistent und menschlich sein

Auch wenn es manchmal im Wilden Westen des Online-Marketings so scheint: Sichtbarkeit ist kein Persönlichkeitswettbewerb.

Du darfst für eine kleine Zielgruppe, in deiner Lautstärke und angepasst an deine Lebensumstände sichtbar sein. Wichtig ist, dass deine Botschaften klar und verständlich sind und du sie immer wieder kommunizierst.

Ein viraler Post oder ein virales Video mag dir eine große Reichweite bringen. Aber oft erreicht diese Reichweite viele und nicht unbedingt nur die Menschen, für die dein Angebot gedacht ist.

Erst Klarheit, dann Sichtbarkeit

Bei der Sichtbarkeit geht es also weniger um Lautstärke, sondern darum, dass deine Zielgruppe versteht, wofür du stehst, was genau du anbietest und dass du das klar und oft wiederholst. 

Denn: Sichtbarkeit beginnt nicht im Außen, sondern mit innerer Klarheit.

Wenn du dir mehr Klarheit in deiner Kommunikation wünschst, buche gern ein unverbindliches, kostenfreies Beratungsgespräch mit mir.

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